Ist die Ausbildung zum Social Media Manager sinnvoll?

Annette Schwindt im Hangout

Von Lesern werde ich öfter darauf angesprochen, ob und wenn ja welche Ausbildung zum Social Media Manager ich empfehlen kann. Als ich mit der Nutzung von Social Media gestartet bin, gab es so etwas noch nicht. Ich habe mir mein Wissen über Bücher, den Austausch mit anderen und vor alem über das Ausprobieren und Weiterentwickeln erarbeitet und tue das jeden Tag weiter. Ob so eine Ausbildung das ersetzen kann, wage ich ehrlich gesagt zu bezweifeln.

Beim Februar-Treffen des Social Media Chats Bonn habe ich kürzlich eine Diskussion zu diesem Thema moderiert. Dabei bekamen wir auch drei Erfahrungsberichte von Teilnehmern solcher Ausbildungsgänge bei verschiedenen Anbietern. Bericht lesen…

Gunnar Sohn und Hannes Schleeh vom Bloggercamp TV haben mich dann aufgrund dieser  Diskussion zum Hangout on air eingeladen. Hier kommt der Mitschnitt (ich komme ca. bei Minute 6.30 dazu):

Wie sieht Ihre Meinung zu diesem Thema aus? Halten Sie eine solche Ausbildung für sinnvoll?  Ich bin gespannt auf Ihre Diskussionsbeiträge! (Guckstu, Gunnar: Ein „call to action“! 😉 )

Annette Schwindt
Ich mach was mit Schreiben und begleite andere dabei, ihre Kommunikation aufzubauen oder zu verbessern. Interesse an einer Zusammenarbeit? Außerdem engagiere ich mich für Inklusion Vor allem bin ich eins: Ein Mensch! - Beiträge per Mail abonnieren -

4 Kommentare

  1. Kann eine Ausbildung zum Social Media Manager die tägliche Anwendung, Weiterentwicklung und den damit verbundenen Dialog ersetzen? Nein, ganz bestimmt nicht. Aber ich denke, das ist auch nicht das Ziel.

    Ich habe 2012 den ILS-Kurs zum Social Media Manager abgeschlossen, und ich war sehr zufrieden. Der Kurs bot mir eine sehr gute Starthilfe, man kommt in das Thema rein, bekommt tiefergehendes Wissen und knüpft erste Kontakte. Dann nimmt man noch während des Kurses das neue Wissen und fängt an, es weiterzuentwickeln. Dass die Praxis Teil eines solchen Kurses sein muss, halte ich für unumgänglich. Die Praxis kann auch kein Kurs ersetzen, das ist klar.

    Es ist sicher kein Muss, einen solchen Kurs zu belegen, um sich beruflich im Social Web zu bewegen, und man kann sich das Wissen vermutlich auch selbst aneignen. Allerdings bietet ein Kurs die Möglichkeit, kompakt und effizient viel Wissen in überschaubarer Zeit zu bekommen und anzuwenden.

    Ich war auf jeden Fall zufrieden und fühlte mich gut betreut und vorbereitet. Also: Ja, ich halte es für sinnvoll, aber nicht für die einzige Möglichkeit.

  2. Sicherlich kann man sich diesen Bereich Social Media selbst beibringen. Es gibt unzählige Informationen darüber im Internet und am Besten ist immer noch learning by doing. Wobei ich teilweise auch echt froh bin, privat einen Ansprechpartner zu haben, den ich fragen kann, da generell im Bereich Online Marketing sehr viel fachchinesisch verwendet wird. Von dem her ist eine Ausbildung für Social Media vielleicht ganz gut. Man muss aber sicherlich aufpassen, nicht an einen unseriösen Anbieter zu geraten, da sich einige Leute als Experten auf dem Gebiet ausgeben, die es gar nicht sind.

  3. Selbstverständlich ist eine fundierte Ausbildung von allergrößter Wichtigkeit, egal in welchem Bereich. Dies gilt auch für Social Media.

    Ich persönlich halte von rein kommerziellen Anbietern ohne Reputation wenig. International gibt es jedoch professionelle Aus- und Weiterbildungen von namhaften Universitäten und Unternehmen und das zum kleinen Preis.

    Deutschland ist hier – wie so oft- leider etwas altmodisch. Während eine fundierte Social Media Ausbildung einer großen Uni aus den USA ca. 200-420 $ kostet, zahlt man in Deutschland schon mal 2000 Euro für eine Social Media Weiterbildung.

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