Spannende Zeiten mit #einRadfuerKai

Screenshot der Crowdfunding-Aktion #einRadfuerKai

Wer sich wundert, warum es in meinem Blog in letzter Zeit so still ist: Ich bin anderweitig beschäftigt und das füllt mich gerade sehr aus. Ich hatte ja schon von meiner Zusamenarbeit mit Kai-Eric Fitzner berichtet. Seit dem 11. Februar skypen wir – wenn es geht – täglich miteinander, veröffentlichen ein Blogpost pro Woche auf Kais mondspiegel.de und haben außerdem zusammen mit sport grenzenlos die Crowdfunding-Aktion #einRadfuerKai gestartet, mit der wir für Kai ein spezielles Fahrrad finanzieren möchten, das ihm zu mehr Bewegung und Selbstbestimmung verhelfen soll.

Abenteuer Crowdfunding und Podcast

Wir sind gerade am Beginn von Tag 3 und stehen schon bei 88% der zu erreichenden Summe! Schon vom ersten Tag an waren wir so überwältigt von der Resonanz auf die Aktion, dass wir kaum Worte dafür haben. Für Kai trifft das gleich doppelt zu, da er aufgrund seiner Aphasie ohnehin Probleme mit dem Sprechen hat.

Dass er mich dennoch ohne Zögern zum Podcast bei Christian Müller begleitet hat, fand ich einfach gigantisch! Und so saßen wir beide (völlig übernächtigt) via Skype verbunden virtuell vor Christians Mikro, so dass Kai mir Zeichen geben konnte, wenn ich mit dem Sprechen einspringen sollte. Inzwischen sind wir allerdings auch schon so eingespielt, dass ich merke, wenn er nicht weiter kann.

Das mag für Außenstehende, die nichts von seiner Aphasie wissen, vielleicht wie Reinquatschen klingen. Aber wir hoffen, dass im Verlauf des Podcasts klar wurde, wie es sich wirklich verhält. Ausführlich und mit konkreten Beispielen erklärt haben wir es außerdem auch hier: Was ist Aphasie?

Wir sind alle Menschen

Einige haben mir geschrieben, wie toll sie es finden, dass ich mich „um Kai kümmere“ und ähnliches. Wer aber denkt, dass das eine einseitige Sache ist, der irrt gewaltig! Ich habe von unserem Austausch bestimmt genauso viel wie Kai. Denn wir reden ja nicht bloß über Therapien und Einschränkungen, sondern über Gott und die Welt, und lernen uns dabei immer besser kennen.

Sicher ist es dabei wichtig für uns beide, dass der andere weiß, wie es ist, nicht so zu können wie man will. Ich mag da vielleicht besser drüber reden oder schreiben können, aber das ist dann schon so ziemlich alles, was bei mir problemlos funktioniert. Kai hat mich an Mobilität bereits jetzt überholt.

Es ist aber gar nicht wichtig, was jemand kann, oder nicht kann. Wichtig ist, dass wir alle Menschen sind und das Beste aus dem machen, was wir haben.

Für Kai würde das Fahrrad einiges von dem verbessern helfen, was er sich schon an Bewegungsfreiheit zurückerobert hat. Deswegen hoffe ich, dass wir die restlichen 12% der Crowdfundingsumme auch noch erreichen. Wer also helfen möchte, kann das hier tun:

https://www.fairplaid.org/#!einradfuerkai

DANKE!

Was ich übrigens an #einRadfuerKai am allertollsten finde: Diesmal kann Kai live mit dabei sein, wenn das Netz sich als guter Ort erweist. Und das nimmt uns heftig mit. So konnten wir am Abend des ersten Crowdfunding-Tags nur noch weinend vor Rührung ob all der Unterstützung und motivierenden Kommentare vor dem Bildschirm sitzen bis Kai grade noch hervorbrachte: „Wie geil!“

UPDATE: Wenige Stunden nach Veröffentlichung dieses Artikels wurden die 100% bereits überschritten!

Kai sagt Danke #einRadfuerKai

Annette Schwindt
Ich bin entweder selbst schreibend tätig, oder wirke für andere als Kommunikations-Katalysator. Das bedeutet: Ich begleite andere bei ihrem eigenen Projekt und bringe sie durch Beratung und Vernetzung voran. Interesse an einer Zusammenarbeit? Übrigens: Ich verorte mich selbst im autistischen Spektrum, ich (re)agiere also nicht immer so, wie andere es erwarten. ;-) Aber keine Angst: Ich beiße nicht, denn vor allem bin ich eins: Ein Mensch! - Beiträge per Mail abonnieren -

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