Ich hab’s geschafft!

Was für andere kein großes Ding ist, war für mich in den vergangenen Jahren unmöglich geworden. Ich spreche vom Verreisen. Durch die immer häufiger auftretenden Arrhythmien war mein Körper so am Ende, dass ich mich zum Schluss kaum noch anstrengen konnte. Das Resultat: Ich konnte kaum noch das Haus verlassen und vom Reisen höchstens träumen… Ich habe hier schon davon berichtet, wie und wodurch sich das im vergangenen Jahr geändert hat. Langsam aber stetig geht es seitdem bergauf. Ich brauche immer noch viel mehr Pausen als andere und kann weiter vieles gar nicht tun, aber ich kann raus und gerade bin ich von meiner ersten kleinen Reise seit Jahren zurück gekommen. Wohin die ging? Na, dreimal dürft Ihr raten! 😉

Kai und Annette auf traditionellem ZungerausstreckfotoKarnevalsflüchtlinge

An Weiberfastnacht, wenn hier in Bonn-Beuel alles durchdreht, haben wir unsere Sachen gepackt und sind gen Norden aufgebrochen. Nach ca. vier Stunden Fahrt (StauStauStau um Dortmund herum) kamen wir erschöpft aber glücklich in Oldenburg an, wo wir von Kai in Empfang genommen wurden, der auf seinem Scorpion angeradelt war. Ich war so aufgeregt gewesen, dass ich den ganzen Tag nichts gegessen und getrunken hatte und dementsprechend hinüber war ich dann. Aber: Ich hatte es geschafft! Keine Gleichgewichtsprobleme, Herz-Kreislauf alles gut, nur erledigt ohne Ende. Trotzdem gab es noch einen kurzen Stadtrundgang und danach was Feines im Restaurant Kleine Burg. (Alle kleinen Vorschaubilder zum Vergrößern einfach anklicken und dann weiterblättern.)

In den folgenden Tagen entdeckten wir Oldenburg und lernten Kais Freunde kennen. Da Kai ja vormittags immer mit Therapien beschäftigt war, konnten wir uns gut erholen. Das Hotel Wieting am Damm, zwischen Zugbrücke und Schloss, entpuppte sich als Volltreffer. Frühstück gab’s aufs Zimmer, also Ausschlafen möglich und alles getreu unserem Teammotto ganz sutsche! 😉

Speckendicken!

Höhepunkt war eine Einladung zum traditionellen friesischen Speckendicken-Essen. Was das ist? Tja nun… wer es genau wissen will, kann sich hier detaillierter informieren: https://www.botschaft-ostfriesland.de/index.php/fetter-start-ins-neue-jahr-speckendicken-selber-braten/ „Das verdaut man am besten mit ordentlich Jever und Hullmann“, wurden wir aufgeklärt. (Hullmann ist der örtliche Korn.) Speckendicken-Meister Jörg gab denn auch alles und schnippelte sich noch den halben Finger ab. Zum Glück war gleich Pfleger Lütti zur Stelle und verarztete den Schwerverletzen fachgerecht. Gastgeber Stefan sorgte derweil für Flüssigkeits-Nachschub. Ein klasse Abend, bei dem wir gleich zum Jubiläums-Speckendicken nächstes Jahr eingeladen wurden. 🙂

Ach ja, der Rekord im Speckendicken vom vergangenen Jahr lag bei 7 und wurde vom Rekordhalter Robi in diesem Jahr auf 8 erhöht. Hier der Champion vor dem entscheidenden Speckendicken:

Robi und sein achter SpeckendickenRobi ist Kais Mitbewohner und hat uns am folgenden Tag zu unglaublich leckerem Gänsebraten eingeladen. Danach durften wir uns auch durch seine selbstangesetzten Fruchtliköre probieren. Ansonsten nutzten wir das wirklich nette Hotelrestaurant, wo Thomas u.a. seinen allerersten Labskaus zu sich nahm. Ich freute mich derweil über Fischfilets vom Feinsten.

Um im Freien viel zu unternehmen, war es viel zu kalt. Nur einmal trafen wir uns draußen mit Kai zuerst bei ecocion, dem Bioladen seiner Freunde (Video zum Laden anschauen), und dann am Oldenburger Hafen, um im Glut & Wasser noch eine heiße Schokolade zu genießen. Skurrilerweise fand ich dort am Hafen auch einen Kran mit der Aufschrift „Rhein Umschlag“.

Überhaupt häuften sich in Oldenburg die Zeichen, die auf unseren Plan hinwiesen, spätestens im Sommer 2020 nach Oldenburg umzuziehen. Wenn das bloß nicht noch so lange dauern würde…

Jetzt heißt es wieder auf Kai warten… Aber der kommt zum Glück in zwei Wochen schon wieder zu uns! 🙂 #teamsutsche hält es nicht lange getrennt aus…

Alle Fotos © Annette Schwindt

Ich mach was mit Schreiben: Bloggerin, Autorin, freie Journalistin, Online-Redakteurin, (Fach)Lektorin. Manchmal auch Portraitfotografin. Ich verorte mich selbst im autistischen Spektrum, (re)agiere also nicht immer so, wie andere es erwarten ;-), bin chronisch digital und vor allem Mensch. #teamsutsche

4 Gedanken zu “Ich hab’s geschafft!

  1. Ihr habt es Euch ja richtig gut gehen lassen. Wunderbar! – Habe mir Alles angesehen, auch das tolle Video von Ecocion.
    Die Speckdicken werde ich unbedingt machen, ganz verwegen mit Rosinen für meinen Frank 🙂

  2. Herzlichen Glückwunsch, und fein, das ihr alles gut überstanden habt.

    Eben noch Karneval, jetzt schon Speckendicken. Von denen Dingern hatte ich vorher noch nie was gehört, und „Kleine Burg“ und „Glut & Wasser“ gab’s zu meiner Zeit glaube ich auch noch nicht.

    Aber Jeeever, das kenne ich 🙂

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