„Was machst Du eigentlich den ganzen Tag“ , kurz #WMDEDGT ist eine Blogaktion von Frau Brüllen, bei der man an jedem fünften des Monats seinen Tagesablauf protokolliert. Diesmal hab ich rechtzeitig und selbst dran gedacht.
Nach einer dank gestriger Reparatur des Lattenrosts halbwegs gut durchschlafenen Nacht bin ich eine Stunde vor dem Wecker aufgewacht und habe daher ausnahmsweise schon im Bett meine morgendliche Ladung „Zwischen Tüll und Tränen“ angeschaut.
Da Thomas heute einen Bürotag vor sich hatte, war er bereits auf, als ich schließlich in die Senkrechte kam, und machte uns Frühstück. Als ich mich gerade auf mein donnerstägliches Little-World-Gespräch mit Olena freute, erreichte mich eine Nachricht, dass es heute leider ausfallen würde.
Also kümmerte ich mich erst mal um Kleinkram, arbeitete weiter an einer Aktualisierung für eine Website und beantwortete Nachrichten. Dabei vergaß ich völlig die Zeit und damit das Mittagessen.
Und schon war es Zeit für mein wöchentliches Little-World-Treffen mit meinem ukrainischen Gesprächspartner. Dabei geht es für gewöhnlich um Philosophie und Gott und die Welt. Heute erzählte er mir jedoch, dass ihn unsere Liedtext-Gruppe dazu inspiriert hätte, auch allein Musik zum Deutschlernen zu nutzen. Dazu habe er die Lieder der Gruppe bei Spotify eingegeben und sich ähnliche Lieder nach seinen Vorlieben vorschlagen lassen. Allerdings verstehe er nicht immer die Texte und nicht jedes Lied habe Untertitel.
Die folgenden zweieinhalb Stunden haben wir also mit Liederhören und Textebesprechen verbracht: von Schlager (hier lernte er von mir den Ausdruck „Friede, Freude, Eierkuchen“) über Mittelalter („Innsbruck ich muss dich lassen“ und diverse mittelalterliche Weihnachtslieder mit einem Abstecher zu Tri Yann) zu Karel Gott mit Biene Maja und schließlich zu Harry Belafonte. Da mein ukrainischer Gesprächspartner letzteren gar nicht kannte, musste ich ihm natürlich gleich mehrere Bilder und Songs zeigen.
Jetzt hatte ich noch ein bisschen Zeit, um mir was zu essen zu machen und das inzwischen gelieferte Nachfüll-Besteck auszupacken (jedes einzelne Stück im eigenen Plastikschlauch) und in die Spülmaschine zu räumen. Dazu schaute ich eine Doku über toxische Männlichkeit in Russland und eine über das Leben von Harry Belafonte.
Gegen Abend war dann das monatliche Little-World-Forum angesagt, bei dem wir auch das einjährige Jubiläum unserer Sprach-Nerds-Gruppe feierten.

Schnell noch die tägliche Japanischlektion auf Duolingo, dann kam Thomas nach Hause. Während ich nun diesen Beitrag schreibe, bereitet er einen Flammkuchen für den Backofen vor. Dazu läuft der Usedom-Krimi. Und so wird der Abend also mit Flammkuchen und Fernsehen ausklingen.


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