Kürzlich fand das erste Community-Treffen von Little World in Aachen statt. Und weil unser Freund Laszlo von dort einen langen Heimweg hatte, haben wir ihm angeboten, hier über Nacht Zwischenstation zu machen.
Nem tudok magyarul
Laszlo kommt ursprünglich aus Ungarn und ist auch in meiner privaten Sprach-Nerds-Gruppe, oder der Gruppe „Blume im Garten“, wie Thami sie nennt. Dort reden wir oft über deutsche Redewendungen und ihre Entsprechungen in anderen Sprachen oder darüber, wie andereSprachen aufgebaut sind. Und da Ungarisch zur selben Sprachfamilie wie Finnisch gehört (an dem ich mich schon zweimal versucht habe), interessiert mich das natürlich sehr.
Außerdem habe ich in meiner Kindheit viel Ungarisch gehört, weil das zu den „Geheimsprachen“ gehörte, die die Erwachsenen in der Familie meines Vater benutzten, wenn wir Kinder es nicht verstehen sollten. Ein paar Brocken davon sind bei mir noch hängen geblieben. Die wende ich bei Laszlo immer mal wieder an, was ihn jedes Mal zum Lächeln bringt. 🙂
Hódmezővásárhelykutasipuszta
Eine andere Assoziation, die ich mit Ungarn habe, ist der Film „Ich denke oft an Piroschka“, den ich mit meiner Oma immer geschaut habe. Darin war Vieles so, wie sie es aus ihrer Jugend kannte. Und ich muss bis heute weinen, wenn ich den Film sehe, weil mich da so viel an meine Oma erinnert. Laszlo kannte den Film bisher nicht, aber er hat mir gezeigt, dass es den Ort Hódmezővásárhelykutasipuszta, in dem der Film spielt, wirklich gibt! Aber heute heißt er nur noch Székkutas.
Mézeskalács
Und wie ich das schon von meiner Oma kannte, hat Laszlo naben anderen Leckereien auch Selbstgebackenes von Zuhause mitgebracht: ungarische Honigkuchen! Die waren so lecker, dass ich gleich nach dem Rezept gefragt habe. Das haben wir dann prompt am folgenden Wochenende ausprobiert:

Olena hat auch gleich danach gefragt. Und so haben wir hier über den sprachlichen auch noch einen kleinen kulinarischen vorweihnachtlichen Kulturaustausch zelebriert. Köszönöm szépen! 😘
Eines hatte ich dabei jedoch bisher vergessen! Die passende Redewendung zum Gebäck: Grinsen wie ein Honigkuchenpferd! Das ist dann was, für unser nächstes Sprach-Nerds-Treffen. 😉
Fotos: Laszlo Szabo und Annette Schwindt


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