Annette mit dem gerade angekommenen Thami

Thamis erster Besuch

Nach fast genau einem Jahr regelmäßigem digitalem Austausch via Little World, allerlei Unwägbarkeiten bei seinen Sprachprüfungen und langem Warten auf das Visum, war Thami vor vier Wochen endlich aus Marokko nach Deutschland gekommen.

Hier ging es mit den Turbulenzen gleich weiter, so dass unser Plan, die Ankunft direkt bei uns in Bonn zu feiern, erst mal verschoben werden musste. Jetzt hat es endlich geklappt – Kulturschock Karneval inklusive – und es war superschön, einander endlich analog drücken zu können!

Leider hatte ich vergessen, meine Kamera-Akkus rechtzeitig aufzuladen, und so konnte ich nur ein paar (teils unscharfe) Schnappschüsse mit dem Smartphone machen. Und natürlich die obligatorischen Selfies (zur vollständigen Ansicht bitte Vordchaubilder anklicken). Die richtigen Portraitfotos machen wir dann später.

Und als hätten wir‘s geplant, fand gleich am ersten Besuchstag ein Fußballspiel von Thamis geliebten Bayern gegen Werder statt. Da er seit seiner Ankunft kein Fußball hatte schauen können, was er in Marokko regelmäßig getan hatte, schloss Thomas kurzerhand ein Skyabo ab, damit wir wenigstens dieses Spiel verfolgen konnten. Und natürlich haben die Bayern gewonnen.

Wir schauten „Pappa ante portas“ und heute dann „Almanya – Willkommen in Deutschland“, von dem ich schon so oft erzählt hatte. Das hat uns dann beide sehr gerührt…

Kurz bevor Thami dann wieder los musste, weil morgen der Frühdienst auf ihn wartet, konnte er noch kurz beim Anfang unseres wöchentlichen Gespächs mit Laszlo dabeisein, um diesem alles Gute für sein morgiges Vorstellungsgespräch zu wünschen.

Dann hieß es schon Auf Wiedersehen Sagen… Aber hoffentlich brauchen wir nächstes Mal nicht wieder ein Jahr bis zu unserem Treffen zu warten! Hiermit schütte ich virtuell eine Schüssel Wasser hinter dir aus, Thami weldy! 😘

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Kommentare

11 Kommentare zu „Thamis erster Besuch“

  1. Oh, wie schön. Ich kann Deine Freude aus Deinen Worten und aus den Bildern spüren. Das ist LEBEN pur, liebe Annette.
    Thami darf sich glücklich schätzen, Euch an seiner Seite zu haben, auch wenn er in einer anderen Stadt lebt.
    Eigentlich muss Thamis Geschichte unbedingt ins Fernsehen. Im Bayerischen Fernsehen gibt es die Rubrik „Lebenslinien“. Das wäre doch was?!
    Ganz liebe Grüße an Euch Alle
    Margaretha

    1. Tja, nur sind wir nicht in Bayern, sondern in NRW. Aber vielleicht wird das ja mal was für den WDR?

      1. Liebe Annette,
        ich denke, das spielt doch überhaupt keine Rolle in welchem Bundesland wir leben. Die Redaktion wird doch immer auf der Suche nach spannenden Lebenslinien sein. Fragen kostet doch nichts!

        Auch das ZDF hat mit der Sendung 37 Grad ein gutes Format. Jeden Sonntag von 9:00 Uhr – 9:30 Uhr.

        1. Erfahrungsgemäß beschränken sich diese Sender auf ihr Bundesland. Es sei denn, es ist ein bundesweit gesendetes Format.

          Thomas und ich hatten hier mal ein Team von Menschen, das Magazin. Einen Tag lang Aufwand für ein paar Minuten Beitrag, der nur so so war und danach die Wohnung ein Chaos, weil für die Kameras etc. alles umgestelkt werden musste. Kennst Du die Szene in Pappa Ante Portas mit dem Fernsehdreh? Das ist wirklich so. Also ich möchte das nicht nochmal…

  2. Little World ist offenbar ein wunderbar sinnstiftendes Projekt, das Menschen zusammenführt.
    Wie schaut es mit der Teilnahme von AsylantInnen aus?

    1. Sobald man B1-Niveau hat, kann jeder Migrant mitmachen, der in Deutschland lebt.

  3. Was für eine herzliche Begegnung.
    Ich bin neugierig auf die tiefere Bedeutung des hinter jemandem Wasser ausschütten. Ein Ritual aus Marokko oder eher ein Spruch?

    1. Laut Film ein Ritual aus der Türkei. Man schüttet hinter dem Abreisenden eine Schüssel Wasser aus, weil man möchte dass er bald wiederkommt (eher als das Wasser verdampft).

      1. sehr cool, danke dir 🙂

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