War das nicht mal ein Werbeslogan? Ich komm gerade nicht drauf… Mal das Web durchsuchen… Ah ja: Aquavitwerbung mit Günther Strack! Oje, was bin ich alt, dass ich mich daran noch erinnern kann! Aber Alkohol wäre mir da jetzt nicht eingefallen. Höchstens alle paar Monate mal der schöne rauchige Single Malt mit L von Islay… Aber dafür ist es jetzt zu warm. Das ist was für den Winter oder kalte verregnete Herbsttage.
Was ich mir allerdings fast täglich gönne, ist eine richtig gute Schokolade. Aber nicht irgendeine. Fair gehandelt muss sie sein, dunkel und möglichst ohne weitere Aromen. Wenn ich mal mehr als einen Tag keine Schokolade essen kann, werde ich unleidlich. Ich brauche mein täglich Serotonin!
Unser Freund Timo wusste das schon vor Jahren und hat mir mal eine Kiste besonderer Schokoladensticks geschenkt. Als ich sie bekam, dachte ich zuerst: Huch? Zigarren? Denn so sah das Holzkästchen dazu tatsächlich aus. Darin enthalten waren Sticks verschiedener Schokoladensorten, sortiert nach Herkunftsland und Prozent Kakaogehalt. So edle Schokolade hatte ich bis dahin noch nie gegessen.
Meine „Einstiegsdroge“ in die Welt etwas besserer und vor allem dunkler Schokolade war die 70-prozentige der Firma mit dem Glöckchen gewesen. Nein, nicht die Kugeln, dieses fettige Süßzeug. Die dünnen Tafeln! Im Bioladen probierte ich dann verschiedene fair gehandelte und sogar vegane Sorten. Aber das waren immer gleich ganze Tafeln. Und jeder Chocoholic weiß, was das bedeutet…!
Ich entdeckte, dass man sich mit dunkler Schokolade die helle, industrielle wirklich abgewöhnen kann. Probiere ich heute die mit der lila Kuh oder andere Standardsorten, schmecken die für mich nur nach Fett und Zucker. Selbst die dunkleren.
Mit den Schoko Sticks kam dann also nicht nur bessere Qualität, sondern auch genau die richtige Portionsgröße zum Teilen: eine Hälfte für Thomas, eine für mich, und dann ist auch gut. Mehr braucht es nicht. Es sei denn, es wird mal Nervennahrung benötigt. Dann esse ich auch mal ausnahmsweise einen ganzen. („Aber jetzt zerbeiß‘ ich‘s“ – Nee, halt das war wieder eine andere Werbung!)
Was die Sorten anbelangt, sind mir inzwischen folgende am liebsten, auch wenn nicht alle dunkel sind. Es geht einfach um den Geschmack:
- Venezuela (43%)
- Madagaskar (55%)
- Ecuador (70%)
- Costa Rica (75%)
Die 70er gibt es auch als Tröpfchen, um daraus Trinkschokolade zu machen, oder sie sonstwie zu verwenden. Ich gebe davon auch gern mal welche kalt zu meinen ungesüßten Cornflakes. Thomas füllt mir manchmal welche in Croissants, bevor wir sie aufbacken. Das ist dann nicht so zuckrig wie die berühmte Schokocrème. Man kann die Tröpfchen auch beim Kochen in Soßen verwenden.
Und um nicht jedesmal, wenn die Sticks aufgebraucht sind, wieder neue bestellen zu müssen, haben wir dort kürzlich die Abofunktion abgeschlossen. Jetzt kommt alle vier Wochen genau so viel Nachschub, wie wir in einem Monat (mit Puffer für Besuch) verbrauchen. Superpraktisch!
Man gönnt sich ja sonst nichts!
Titelbild: Canva
Die Blognacht ist eine regelmäßige Veranstaltung von Anna Koschinski, in der der sich Blogger treffen, um spontan etwas zu einem Impuls zu schreiben. Mehr dazu unter blognacht.de


Schreibe einen Kommentar