Johannes Mirus: Die Digitalisierung hift, das Leben einfacher zu machen

Zusammen mit Sascha Foerster hat sich unser heutiger Interviewpartner Johannes Mirus vorgenommen, die Stadt Bonn in Sachen Digitalisierung nach vorn zu bringen. Ein Unterfangen, das wir nur unterstützen können. 🙂

Bitte stelle Dich kurz vor (Name, Ort, Website/Blog, wichtigste drei Social-Media-Profile)

Mein Name ist Johannes Mirus. Ich wohne in Bonn und sammle meine digitalen Dinge unter http://jmirus.de. Am liebsten unterwegs bin ich auf Twitter als @Johannes, aber eigentlich kann man mich fast überall erreichen.

Was motiviert Dich dazu, an der Interviewreihe teilzunehmen?

Zum einen die nette Aufforderung 😉 , zum anderen aber auch die wunderbare Intention dieser Seite. Ich verdanke Digitalistan ziemlich viel, was ich seit meinem Teenager-Dasein erlebt, gelernt und kennengelernt habe.

Wie digital ist Dein Leben derzeit und wie hat es sich dahin entwickelt?

Ich lebe sehr digital. Ich organisiere mein privates und berufliches Leben fast ausschließlich elektronisch. Das ist einfach so entstanden, weil ich sowieso viel am Computer saß und hat sich sehr stark weiterentwickelt, seit es Smartphones gab, ich also das Internet mitnehmen konnte. Aber man kann schon sagen: Das Internet und ich, das ist eine großartige Liebesbeziehung.

Was findest Du besonders interessant und spannend an der Digitalisierung?

Mehreres. Die Digitalisierung ermöglicht Menschen eine gesellschaftliche Teilhabe, denen das im Analogleben nicht oder nur sehr schwer möglich wäre. Die Digitalisierung hilft allen Menschen, das Leben einfacher zu machen und perspektivisch sorgt die Digitalisierung sogar dafür, dass Wohlstand gleichmäßiger in der Welt verteilt wird.

Was findest Du bedenklich am Umgang mit der Digitalisierung?

Ich wollte schreiben: gar nichts. Aber das stimmt nicht, denn es gibt eine negative Seite. Die Digitalisierung bedeutet eine große Menge Daten. Und die werden verwendet – nicht immer zu unserem Besten. Was ich gerade noch als schöne Welt gezeichnet habe, könnte sich auch ins Gegenteil verkehren, wenn die Daten dazu verwendet werden, angepasstes Verhalten zu fördern (Stichwort: Versicherungen) und diejenigen weiter zu bevorteilen, die schon Vorteile haben (Stichwort: Scoring).

Was glaubst Du, wie sich die Digitalisierung weiter entwickeln wird?

Schon heute gibt es kaum noch Bereiche in unserem Leben, die ohne Digitales auskommen. Wir werden uns daran gewöhnen, öffentlicher zu sein und wir werden uns fragen, wie die Menschheit früher ohne Strom ausgekommen ist.

Können diejenigen mit dem Thema Digitalisierung versöhnt werden, die sich von ihr bedroht fühlen?

Ja. Und zwar, indem man ihnen geduldig erklärt, was da passiert und ihre Sorgen ernst nimmt. Denn sie haben nicht immer unrecht, auch wenn man als Digitalmensch sich schnell mal angegangen fühlt, wenn das Habitat kritisiert wird.

Wie kann man die Menschen dazu bringen, sich mit dem Thema Digitalisierung aktiv auseinander zu setzen?

Es ihnen erklären, zeigen, Fragen beantworten. Es ist unsere Aufgabe, die Menschen reinzuholen, die sonst drohen, abgehängt zu werden. Es ist nebenbei übrigens auch eine wirtschaftlich bedeutende Frage, ob wir die Gesellschaft digitalisiert bekommen oder nicht.

Gibt es noch etwas, das Du schon immer zum Thema Digitalisierung sagen wolltest?

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Vielen Dank fürs Mitmachen, lieber Johannes. 🙂


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