Abonnieren auf Facebook: Es muss nicht immer Freund sein!

Seit ich mein Facebook-Profil wieder stärker nutze, habe ich es dezidiert auf Abonnenten ausgerichtet. Wie jetzt „Abonnenten“? Bei Facebook heißt das doch Freunde? Ja und Nein. Während Freunde automatisch gegenseitig ihre Beiträge in den Newsfeed bestellen, erlaubt Facebook auch das einseitige Folgen von Personen, Abonnieren genannt. Das läuft dann so wie bei Twitter: Der Abonnent bestellt sich damit die öffentlichen (!) Beiträge der Person, die er abonniert hat, in seinen Newsfeed und kann sie auch Listen zuordnen. Umgekehrt passiert aber gar nichts, außer dass die abonnierte Person über den neuen Abonnenten benachrichtigt wird und man in dessen Abonnentenliste genannt wird.

Wo kann ich Abonnieren freischalten?

In den Kontoeinstellungen unter Öffentliche Beiträge, oder direkt über folgenden Link: https://www.facebook.com/settings?tab=followers. Hier beziehen sich die ersten drei Bereiche auf

  • das Freischalten von einseitigem Abonnieren,
  • dem Definieren, wer solche Beiträge kommentieren darf und
  • darauf, über welche Interaktionen mit meinen öffentlichen Beiträgen ich benachrichtigt werden will.

Was sehen Abonnenten außer meinen öffentlichen Updates?

Nichts, was nicht vorher auch schon für sie zugänglich gewesen wäre: Abgesehen von öffentlichen Beiträgen im eigenen Profil können Abonnenten alles andere, was ich öffentlich tue oder öffentlich sichtbar gemacht habe, sehen. Das betrifft also Interaktionen mit öffentlichen Beiträgen in anderen Profilen, Gruppen, oder auf Seiten sowie meine öffentlich sichtbaren Profilinformationen. Sehen können sie das alles aber auch ohne Abonnement, wenn sie sie direkt aufrufen, oder wenn sie ihnen durch Interaktion mit Dritten in den Newsfeed gespült werden.

Warum sollte ich Abonnieren freischalten?

Zunächst um zwischen privater und öffentlicher Darstellung trennen zu können. Jedes Facebook-Profil, egal, ob nur privat genutzt, hat eine öffentliche Ansicht: Name, Profil- und Titelbild sind imme öffentlich. Alle anderen Bereiche sowie die Sichtbarkeit der Beiträge definiert man selbst und kann sie damit zur öffentlichen Selbstdarstellung für sein Personal Branding nutzen und diese öffentlichen Beiträge zum Abonnieren freigeben.

Außerdem: Wie oft bekommt man Freundschaftsanfragen von Leuten, mit denen man sich eigentlich gar nicht befreunden möchte, bei denen man sich aber nicht traut, die Anfrage abzulehnen? Hat man Abonnieren freigeschaltet, kann man sie darauf verweisen. Wenn man außerdem die Anzeige des Freund-hinzufügen-Buttons auf Freunde von Freunden beschränkt hat, wird allen anderen ohnehin nur noch der Abonnieren-Button angeboten.

Warum ist die Funktion so unbekannt?

Viele, die ich frage, warum sie in ihrem Profil das einseitige Abonnieren nicht erlauben, antworten, dass sie gar nicht wussten, dass das geht. Das liegt daran, dass man sich auf Facebook am Anfang nur gegenseitig befreunden konnte. Das einseitige Abonnieren – das woanders überall Folgen heißt – wurde erst sehr spät und ohne großes Aufhebens eingeführt. Deshalb haben viele überhaupt nicht mitgekriegt, dass es das gibt.

Kann das Freischalten von Abonnieren eine geschäftliche Seite ersetzen?

Klares Nein! Eine Seite bleibt ein Muss, es sei denn man ist Journalist/in, Autor/in oder Person des öffentlichen Lebens. Nur für diese Personengruppen ist eine seitenähnliche Nutzung von Profilen erlaubt. Sobald es aber kommerziell wird, ich also Dienstleistungen oder Produkte verkaufen will, muss ich dafür eine Seite eröffnen.

Faustregel:
Mensch = Profil
Geschäftliches = Seite
Mehrere Menschen mit einem gemeinsamen Interesse = Gruppe

Noch ein Tipp zum Schluss

Wer Freunde in die Smartlist Eingeschränkt einordnet (egal ob Abonnieren freigeschaltet, oder nicht), gibt ihnen denselben Status wie Abonnenten – nur mit dem Unterschied, dass sie als Freund gezählt werden. 😉


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