#WMDEDGT September 2026

„Was machst Du eigentlich den ganzen Tag“ , kurz #WMDEDGT ist eine Blogaktion von Frau Brüllen, bei der man an jedem fünften des Monats seinen Tagesablauf protokolliert. Wie immer hätte ich es fast verpasst, diesen Beitrag zu schreiben, wäre Johannes nicht immer so pünktlich damit. Danke, Johannes!

Am Freitagabend hatte sich spontan Thami übers Wochenende angekündigt, wollte aber auch ausschlafen und mir irgendwann am Samstagmittag Bescheid sagen, wann er sich auf den Weg machen würde. Also kümmerte ich mich nach meinem eigenen langen Ausschlafen erst mal in Ruhe um eine ausführliche Haarpflege, slackte noch ein bisschen mit ein paar Leuten bei Little World und wartete auf Thamis Nachricht.

Die Zeit vertrieb ich mir mit dem Anschauen der letzten Folgen der norwegischen Netflix-Serie „Pernille“ („Pørni“) samt einer ordentlichen Portion Rührungstränen in den letzten beiden Folgen. Außerdem smste ich mit N1 und mit einer Freundin, bei der gerade die komplette Familie Covid erwischt hat.

Nachdem Thomas dann auch ausgeschlafen hatte, haben wir uns Kaffee und Spätstück gegönnt, bevor ich meine samstägliche Videosession mit Ceyda hatte. Während ich mit ihr zwei Stunden lang schnackte und Rückfragen zu deutschen Redewendungen und Begriffen beantwortete, meldete Thami Abfahrt aus dem Ruhrpott.

Nun war es erstmal Zeit für meine tägliche Japanisch-Einheit bei Duolingo und einem kurzen telefonischen Check-in bei meiner Mutter. Thomas kümmerte sich in der Küche indessen schon mal um die Vorbereitung des Abendessens.

Da meldete Thami, dass er (wohl ab Köln?) in den Schienenersatz-Bus hatte umsteigen müssen und schickte mir seinen Live-Standort. So konnte ich die letzte dreiviertel Stunde seines Weges in Echtzeit auf der Karte mitverfolgen, wie er über die Käffer tuckerte und schließlich bei uns ankam. Beim gemeinsamen Abendessen brachten wir uns erst mal gegenseitig auf den neuesten Stand, da wir uns über eine Woche nicht gehört hatten.

Dabei kamen wir auf Castrop-Rauxel und Wanne zu sprechen, wobei uns Letzteres natürlich an „Ein Mann, ein Fjord“ erinnerte. Ich hatte mit Thami und anderen Deutschlernenden in meiner damals noch privaten Sprach-Nerds-Gruppe vor einiger Zeit mal „Hurz!“ angeschaut, Hape Kerkeling war daher bereits ein Begriff. Also verbrachten wir den späten Abend mit dem Film, lachten viel und redeten bis weit nach Mitternacht. Natürlich bekam ich dazu auch wieder marokkanischen Rap vorgespielt (zum Beispiel diesen oder diesen hier).

Gegen zwei Uhr gingen wir schließlich schlafen. Vor dem Zubettgehen erzählte mir Thomas noch, dass er im Schlafzimmer einen neuen Mitbewohner entdeckt hat: Eine Nosferatuspinne. Das ist jetzt glaub ich die dritte in den letzten Jahren. Die tun nix, außer Ungeziefer wegzufressen. Ist okay für mich. Jetzt weiß ich wenigstens, was das für nächtliche Klackergeräusche hinterm Vorhang sind. Gute Nacht, Nosi.

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