Vor einiger Zeit hatte ich mir ja vorgenommen, hier öfter Kochideen und Rezepte zu posten. Hab ich dann aber vergessen… Hier nun endlich was Neues:
Was tun, wenn man in den kalten Monaten Lust auf was Deftiges hat, was auch für vegetarische oder vegane Esser umsetzbar ist? Für gewöhnlich landet man da bei Pasta oder Curry. Unsere neue Antwort lautet: Pie!
Bei uns ist das typisch britische Gericht gar nicht so bekannt, auch wenn es hier und da sogar Lieferservices gibt, die sich auf das kleine Allzweckwunder spezialisiert haben. So sind wir auch drauf gekommen, es doch mal selbst zu probieren.
Zutaten
- 2 Blätterteigrollen (gibt es vegan oder mit Butter – oder man macht sich viiiel Arbeit und touriert selbst einen). Man kann auch Mürbeteig nehmen.
- ca. drei bis vier Suppenkellen Bechamelsoße (entweder vegan mit Margerine und Soja- oder Hafermilch, oder mit Butter und Kuhmilch)
- Was der Kühlschrank/die Gefriertruhe zu bieten hat. Wir haben immer verschiedene Gemüse kleingeschnitten eingefroren, um sie von Suppe über Curry, in Soßen, auf Pizza oder Flammkuchen und nun eben in Pie zu verwenden.
Füllung
In diesem Fall hatten wir noch einen Mix aus Möhren, Sellerie und Pastinake, dazu Lauch und frisch dazu Kartoffeln. Das wurde alles zusammen mit ein bisschen Olivenöl und Kräutern der Provence in der Pfanne vorgedünstet, aber nicht ganz durchgegart.
Außerdem haben wir mit einer Mehlschwitze und Milch eine eher dicke Bechamelsoße gemacht, die mit etwas Instant-Gemüsebrühe gewürzt wurde.
Teighülle
Inzwischen wurde eine Hälfte des Blätterteigs dazu verwendet, mit der Pieform den späteren Deckel auszustechen. Was vom Teig übrigblieb, habe ich in Streifen geschnitten und zu Kügelchen verarbeitet.
Die andere Hälfte des Teigs habe ich benutzt, um Boden und Rand der nunmehr gefetteten Pieform auszulegen. Überstehende Reste habe ich einfach abgeschnitten und auf dem Boden verteilt.
Zusammensetzen
Dann wurde das vorgedünstete Gemüse eingefüllt. Obendrauf wurden aus der Pelle gedrückte Fetzen von Bratwurst locker verteilt. (Das kann man auch weglassen oder durch Speck, Fleisch- oder Fischwürfel oder Krabben ersetzen und direkt ins Gemüse mischen.) Anschließend wurde die Soße über all dem gleichmäßig verteilt.
Zuletzt wurde der Teigdeckel darübergelegt und am Rand fest mit dem unteren Teig zusammengedrückt bis er dicht ist. Mit den Teigresten eine Deko oben drauf setzen. (Ich hab ein paar Streifen verwebt und Kügelchen draufgesetzt, man kann aber auch Blätter oder sonstige Formen ausstechen, Da sind der Fantasie keine Grenzen gesetzt.) Wer will kann das zum Schluss auch noch mit Ei oder Milch bepinseln. Haben wir nicht gemacht.
Ob das Reinschneiden von Schlitzen was gebracht hat, weiß ich nicht, da sie wieder zusammengebacken sind. Wenn ich mich recht erinnere, gibt es dafür sogar eigene Abstandshalter, die man in seinen Pie setzen und so Kamine einbauen kann. Muss ich mal recherchieren.
Backen
Wir haben das Ganze dann ungefähr 40 Minuten bei 180 Grad Ober- und Unterhitze gebacken bis der Teig die für uns richtige Farbe hatte. Ober- und Unterhitze deshalb, weil sonst der Boden matschig wird. Nach Ablauf der Backzeit sollte man ihn noch kurz draußen ruhen lassen, damit sich die Soße beruhigt und weiter einzieht.
Genießen
Jetzt kann der Pie wie Kuchen in großzügige Stücke geschnitten und auf Tellern verteilt werden. Am besten tiefe Teller verwenden, da am Anfang oft noch ein bisschen Soße ausläuft.
Dazu ein schönes Bierchen.
Guten Appetit!





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