Vom Umgang mit persönlichen Krisen – Ein Gespräch mit Kai Thrun

Person sitzt allein an einer Wand mit dem Kopf auf den Knien verschränkten Armen

Als ich in meinem engeren Netzwerk die Frage stellte, mit wem ich denn wohl mal ein Bloggespräch zum Thema positiver Umgang mit Krisen führen könnte, schlugen mir gleich mehrere Leute Kai Thrun vor. Kai und ich kennen uns sowohl on- als auch offline, haben uns aber bisher immer nur fachlich, nicht persönlich ausgetauscht. Als ich ihn aber fragte, ob er hier mitmachen würde, war er gleich einverstanden. Los geht’s also:

Hallo Kai, schön dass Du dieses Gespräch mit mir führen möchtest. Wir haben ja schon per Facebookchat ein paar Punkte angekratzt, mussten uns dann aber zurückpfeifen, da das Gespräch ja hier stattfinden soll. 😉

Ich habe mit dem Thema Krisen schon einige Erfahrungen machen dürfen. Lange Zeit habe ich sie erst dann bemerkt, wenn mein Körper mir den Holzhammer verpasst hat. Erst in letzter Zeit lerne ich langsam, die vorausgehenden Signale zu erkennen und richtig zu deuten. Meinem Umfeld war meistens vorher schon klar, dass ich was ändern sollte. Denn darauf läuft es bei mir immer hinaus: Krisen sind Anlässe zum Innehalten und Verändern.

Die letzte war die, herauszufinden, dass ich wohl Asperger-Autistin bin, was mich mein ganzes Leben in neuem Licht hat sehen lassen. Das führte dann dazu, dass ich endlich den Mut fand schwindt-pr zu beenden und mit diesem Blog hier zu meinen Wurzeln zurückzukehren. Seitdem geht es mir deutlich besser.

Du hast auch kürzlich Dein Leben geändert. Wie bist Du dazu gekommen?

Kai ThrunIch bin dazu genötigt worden. Meine Ex-Frau in spe hat sich dazu entschlossen, unsere junge Ehe zu beenden und einen anderen Lebensweg zu gehen. Es war für mich ein großer Schock, für den ich erst mal 2 Wochen reservieren musste. Nach dieser Zeit habe ich überlegt, was ich mit meinem Leben nun anfange. Ich stand vor dem Nichts. Meine gerade festgelegte Lebensplanung, die Gründung einer Familie, war vom Tisch gefegt. Ich wollte mich aber nicht kampflos geschlagen geben. Diesmal nicht.

Ich bin irgendwie auf Facebook über ein Video gestolpert, welches 10 Dinge beinhaltet, die man loslassen sollte, um glücklicher zu sein. Ich habe mir diese 10 Dinge an mein Whiteboard geschrieben und darüber nachgedacht.

Bevor es jetzt aber weiter aus mir heraussprudelt. Jetzt mal zu dir, liebe Annette: Was machst Du heute anders mit der neuen Leselampe des Lebens? Und was mich brennend interessieren würde ist, welche Auswirkungen hat es auf Dich, Deine Persönlichkeit und Dein Umfeld?

Ja, Trennungen sind auch ein großer Krisenfaktor! “Diesmal nicht” klingt danach als wäre das nicht zum ersten Mal passiert…? Finde ich gut, dass Du Dich nicht hast unterkriegen lassen! Dieses Video würde ich ja gern mal sehen…

“Neue Leselampe” ist ein schönes Bild! 🙂 Stimmt aber: Man liest sein Leben neu. Ich sehe jetzt z.B. klarer, warum ich mit bestimmten Dingen oder Menschen Probleme habe und dass ich das nicht schweigend über mich ergehen lassen muss. Ich schaue also genauer hin, was und wer mir gut tut und was/wer nicht und handle dann danach.

Ich habe dabei auch lernen müssen, wem wirklich was an mir liegt und wem nicht. Erstere stehen Dir in einer Krise zur Seite, letztere machen sich davon und geben Dir, wenn es hart kommt, vorher noch einen obendrauf. Aber das trifft bei mir dann meinen eingebauten Trotzknopf und setzt Energien frei, mit denen ich mich von sowas schnell distanzieren kann.

Geht es Dir mit den Reaktionen in Deinem Umfeld auch so, oder welche Erfahrungen hast Du gemacht? Wie hast Du gelernt, wieder nach vorn zu schauen?

Kai ThrunNun, ich habe einige weniger schöne Erfahrungen. Ich habe mich z.B. schon einige Mal in die Situation ohne einen festen Wohnsitz manövriert. Life happens while you’re making other plans. Ich habe übrigens mal 45 Minuten die Facebook Suche gequält: Hier ist das Video.

Loslassen! Loslassen ist eine tolle Sache. “Let go of toxic people in your life.” 😉
Ich war schon immer recht schnell damit, anderen Menschen den Laufpass zu geben. Meine engen Freunde sagen, das wäre noch kompromissloser geworden. Ich weiß es nicht, es ist mir offen gesagt egal. Was ich heute nicht mehr mache, ist, mich damit weiter zu beschäftigen. Das war früher glaube ich anders.

Gelernt nach vorn zu schauen habe ich, als ich meine größten Einschläge im Leben aufschrieb. Mir wurde in dem Moment klar, dass ich zu viel Energie mit der Vergangenheit verschwende. Das war der Startpunkt für meine Vorsätze. Der 1. Vorsatz ist deswegen “Never look back”. Außerdem habe ich fundamentale Änderungen in meinem Denkstübchen vorgenommen. Aus “oder” wurde “und”, aus “warum” wurde “wie kam es dazu”. Zwei Kniffe, die viel verändert haben.

Welche Kniffe, Tipps, Methoden oder auch Leitbilder hast Du eigentlich, um nicht wieder in den alten Trott zu verfallen? Oder hältst Du davon eher weniger? Lässt Du Dich nach wie vor ärgern und kannst aber deine Energie besser kanalisieren?

Danke fürs Wiederfinden des Videos! Da sind wirklich gute Tipps dabei. Punkte 1 und 8 finde ich besonders wichtig: Leute, die Dir nicht gut tun, hinter Dir lassen und Aufhören, es jedem recht machen zu wollen. Beides würde ich als Nein sagen lernen zusammenfassen.

Ich habe erst durch meinen Mann Thomas gelernt, die Welt mit optimistischen Augen zu sehen. Bei ihm kann ich mir immer wieder eine Menge abschauen! Er und ein paar enge Freunde sind es auch, die mich davor bewahren, in alte Muster zu verfallen, wenn es wieder mal die altbekannten Trigger dafür gibt. Ich glaube nicht, dass man sich total abgewöhnen kann, getriggert zu werden. Was man aber lernen kann, ist sich nicht, oder möglichst wenig darauf einzulassen.

Ich stelle mir alte Reaktionsmuster als zerkratzte Schallplatten vor, die mich dann wieder in die Falle leiern wollen. Inzwischen kann ich mir bewusst machen, dass es nur eine Platte ist, liste ganz rational die Gegenargumente im Kopf auf und wende mich dann gezielt ab. Funktioniert mal schneller, mal langsamer, aber es funktioniert. Zum Glück bin ich leicht ablenkbar. 😉

Könntest Du das mit Deinen Denkkniffen (“oder” zu “und” etc.) bitte mal an einem konkreten Beispiel erklären? Das hab ich noch nicht verstanden.

Kai ThrunJa, die positive Sicht auf Dinge ist eine wunderbare Eigenschaft, die man sich abgucken kann. Es verändert einfach alles. Es ist ein Prozess, wie ein Muskel, den man trainiert. Mir helfen da die Analogien zum Laufen.

Ich habe ein Set von 10 Vorsätzen und 10 Dingen, die ich weniger tun möchte. Im Oktober wurde bei mir eine rezidivierende depressive Episode festgestellt. Ich kenne diese Form der Lustlosigkeit und wollte in dieses Loch nicht fallen. Der Stanford-Professor Bernand Roth hat ein Buch geschrieben („The Achievement Habit: Stop wishing, start doing“) und aus der PR war das Ersetzen von “oder” durch “und” eine Schlagzeile.  Oftmals tut man Dinge nicht, weil man etwas anderes vorhat, was zeitlich kein Problem ist. Ich gehe heute Abend essen oder schaue einen Film. Ich gehe heute Abend essen und schaue einen Film. Ich werde heute laufen oder treffe mich mit Kristin. Ich werde heute laufen und mich mit Kristin treffen. Es gibt Dingen einen anderen Schwung.

Schallplatten sind ein schönes Beispiel. Ich glaube, es dreht sich alles um Selbstbewusstsein, im Sinne von sich selbst über sich bewusst sein. Wer bin ich? Was will ich? Wofür will ich stehen? Ich denke, die Fragen werden häufig in der Schule zum Berufseinstieg verwässert, weil man eine Ausbildung braucht, einen guten Job (was immer das ist). Ich denke, mit diesem Mantra beginnen wir gerade abzuschließen. So, wie ich mir die Frage stellt: Was macht mich eigentlich glücklich? Wie muss mein Leben aussehen, damit ich zufrieden bin.

Ich finde ja, wenn man sein inneres Ich gefunden hat, wächst das Selbstbewusstsein in neue Sphären, weil man erkennt, was für einen gut ist. Hast Du Dir diese Fragen schon mal gestellt? Wer bin ich eigentlich? Was macht mich glücklich? Wie das Leben aussehen muss, um kompromisslos glücklich zu sein?

Was meinst Du mit “kompromisslos glücklich”? Glück ist für mich etwas Punktuelles, das nur einen Moment dauert. Und solange man mit anderen zusammen leben möchte, wird jeder Kompromisse eingehen müssen. Das läuft nicht immer nur nach den Regeln von einem allein. Es sei denn, Du möchtest Diktator werden. 😉

Ich würde also eher fragen: Was macht mich froh oder zufrieden mit meinem Leben? Wann ist mein Leben ein gutes, ein erfülltes Leben? Und dazu gehört definitiv, nicht allein zu sein. Geliebt zu werden und Menschen zu haben, die ich lieben darf. Und damit meine ich nicht nur Familie oder Partnerschaft, sondern auch Freunde und inspirierende Kontakte hinsichtlich Arbeit und sonstiger Interessen. Teil eines Netzes aus solchen Verbindung zu sein.

Ein weiterer Punkt ist das Thema Gesundheit. Das lässt im Gegensatz zum erstgenannten bei mir leider einiges zu wünschen übrig, aber ich versuche es so zu sehen: Wichtig ist nicht, was man nicht kann, sondern was man aus dem macht, was man kann.

Und dann gibt es eben die grundlegenden menschlichen Bedürfnisse wie genug zu essen zu haben, sauberes Wasser, ein Dach überm Kopf, medizinische Versorgung… Das ist für so viele Menschen überhaupt nicht selbstverständlich. Das habe ich schon als kleines Kind begriffen, als ich die Geschichte meiner Familie mit Lagern und Vertreibung gehört habe, und leider nimmt das immer noch kein Ende auf der Welt.

Alles Weitere ist für mich diesen Punkten nachgeordnet. Klar freue ich mich über mein neues iPad und kaufe mir gern schöne Dinge. Aber ohne das könnte ich sicher auch zufrieden sein, solange oben genannte Punkte erfüllt sind.

Die Frage, wer man selbst ist, beantwortet man doch Stück für Stück immer mehr sein Leben lang. Meist ist es allerdings leichter, zu beantworten, wer man nicht sein möchte. 😉

Als jemand, der dem autistischen Spektrum angehört, wurde ich schon von klein auf damit konfrontiert, mich als “anders” zu empfinden. Ich weiß also nicht, wie das anderen Menschen geht. Ob solche Fragen etwas sind, was sie erst später beschäftigt, oder vielleicht überhaupt nicht? Ich selbst wüsste nicht, wie man durchs Leben gehen könnte, ohne mit diesen Fragen konfrontiert zu werden. Und gerade in Krisenzeiten hilft es doch, wenn man darauf Antworten hat, an denen man sich festhalten kann. Wie siehst Du das?

Kai ThrunGlücklich sein und Glück haben sind aber zwei verschiedene Dinge. Ich sehe es genauso wie Du, dass Glück etwas Punktuelles ist. Glücklich sein kann aber auch ein Synonym von Zufriedenheit sein. Wir sind da also einhelliger Meinung, wenn wir auch unterschiedliches Vokabular benutzen.

Ein interessanter Gesichtspunkt: Ich habe mir noch nie darüber aktiv Gedanken gemacht, ob ich allein bin. Es liegt vielleicht daran, dass ich ohnehin jemand bin, der sich einen eigenen Reim aus Dingen macht. Aber ich würde mich auch nicht als Harmonie-Typ beschreiben, dazu bin ich glaube ich zu “voll auf die Zwölf”. Ich tendiere ja eher zum Alleingang, wenngleich ich die Gesellschaft toller Menschen um mich herum sehr schätze.

Ich denke, diese Fragen stellt man sich sicherlich in Krisenzeiten. Die Krux hierbei ist, dass jeder Mensch die Summe seiner Erlebnisse und Entscheidungen ist. Dies macht es so interessant, und gleichzeitig so unvergleichbar. Wir haben alle unterschiedliche Ziele, weil wir andere Werte haben, uns andere Dinge wichtig sind und wir durch verschiedenste Täler der Tränen gegangen sind. Ich versuche daher bei Freunden nicht mehr einen guten Rat zu geben, sondern versuche herauszufinden, was sie in Wirklichkeit wollen. Meist rührt ja irgendwas in uns, dass wir vielleicht auch gar nicht in Worte fassen können oder uns unbewusst in Ausreden flüchten. Wenn man den Kern des Ganzen, auch für sich persönlich, gefunden hat, lässt sich daran ja alles andere ableiten.

Ja, Freunden Rat geben ist oft schwer. Ich versuche zunächst mal zuzuhören und erst dann Rat zu geben, wenn dezidiert danach gefragt wird. Ich bin sonst nämlich mehr der Blaumann-Typ. Kennst Du die Analogie von Rotwein oder Blaumann? Sie beschreibt die beiden Reaktionstypen in Problemsituationen. “Rotwein” steht für den Ansatz, über Probleme reden zu wollen, also für die Art Gespräche, wo es mehr um das Ohr und Schulter leihen geht. “Blaumann” hingegen steht dafür, die Ärmel hochzukrempeln und gleich eine praktische Lösung finden zu wollen. Ich bin nicht so begabt mit Rotwein und muss mich da sehr anstrengen. Trotzdem kommen viele mit Problemen zu mir und das seit ich denken kann. Das holt bei mir dann zuerst den Mutterinstinkt hervor und dann den Blaumann. 😉

Klingt, als wärst Du auch eher der Blaumann-Typ. Das ist übrigens auch der eher typische Ansatz für Männer. Ich hab mich ja immer gefragt, wie Männer untereinander mit Krisen umgehen. Lassen Männer sich da eher in Ruhe und warten bis es vorbei ist, oder gehen sie zusammen einen trinken und schweigen sich an, weil eh alles klar ist? – Nee, keine Klischees, mal ernsthaft: Mit wem redest Du dann lieber, oder redest Du am liebsten gar nicht und machst stattdessen alles mit Dir selber aus?

Ich bin da schon eher typisch Frau und will reden. Allerdings muss die Mischung beim Zuhörer stimmen. Nur Zuhören allein hilft mir nicht. Das richtige Maß an Blaumann muss schon auch dabei sein. Man darf allerdings nicht annehmen, dass nur weil einem selbst etwas geholfen hat, das automatisch auch auf andere anwendbar ist. Was macht für Dich den idealen Gesprächspartner in Krisenzeiten aus? Vorausgesetzt natürlich siehe oben. 😉

Kai ThrunDie Analogie kannte ich nicht, aber ich finde sie wunderbar. Ich bin in den Hochphasen Blaumann und in den Tiefen eher Rotwein-Typ. Es kommt auch auf das Problem an. Ich meine, als meine Frau ihre Entscheidung traf, war diese unumstößlich. Ich habe einige Rotwein-Gespräche gebraucht. Ich bin aber kein großer Freund von Anschweigen und spreche sehr offen mit meinen Freunden. Meistens rufe ich meinen besten Freund an und sage ihm, dass wir reden müssen. Ich denke, dass hängt vom Problem bzw. dem Lösungsweg ab.

Ich glaube, ich habe aber gelernt, das Problem schneller zu akzeptieren. Es bringt eben nichts mehr, darüber zu lamentieren, wie eine Situation herbeigeführt wurde. Sie ist dann eben da. Und dann wird Sie aus der Welt geschafft, oder bleibt da einfach und vereinsamt als Problem, welches ich nicht für mich annehme.

Die Zuhörer-Rolle bekommt man irgendwann in der Jugend zugesprochen, kann das sein? Früher habe ich mich gefühlt, wie der seelische Mülleimer meiner Freunde. Wenn es irgendwem “schlecht” ging, hatte ich stets ein offenes Ohr. Du kennst das sicherlich auch, oder?

Ja, das kenne ich gut. Einerseits ist es ja ein Kompliment, wenn einem Leute so vertrauen, dass sie mit ihren Problemen zu einem kommen. Man muss halt nur lernen zu unterscheiden, wann derjenige wirklich Rat sucht und wann er bloß jemanden zum Abladen braucht. Man muss auch lernen, wer von denen umgekehrt auch mal für einen selbst da ist und wer nur haben aber nichts geben will. Das kann schon sehr schmerzhaft sein, gehört aber halt zum Leben. Genau wie Krisen und Veränderung. 😉

Danke, dass Du mit mir und den Lesern Deine Einsichten in dieses Thema geteilt hast. Gibt es noch etwas, das Du den Lesern zum Abschluss mit auf den Weg geben möchtest?

Kai ThrunFangt an. Denkt ruhig mal klein. Fangt aber an, kleine Entscheidungen neu zu treffen. Es muss nicht immer am großen Rad gedreht werden. Es können kleine Dinge sein, wie “oder” immer mal durch ein “und” zu ersetzen. Irgendwann werdet Ihr merken, dass durch neue Entscheidungen auch ganz neue Resultate entstehen. Der bittersüße Lohn, den Ihr Euch dann verdient habt!

 

Kai ThrunÜber meinen Gesprächspartner:

Kai Thrun ist Pragmatiker durch und durch. Seine Vorliebe gilt der (digitalen) Kommunikation und dem menschlichen Verhalten. Er betreibt ein Blog und ist auf jedem sozialen Netzwerk unterwegs.

Titelfoto: pixabay

Annette Schwindt
Ich bin entweder selbst schreibend tätig, oder wirke für andere als Kommunikations-Katalysator. Das bedeutet: Ich begleite andere bei ihrem eigenen Projekt und bringe sie durch Beratung und Vernetzung voran. Interesse an einer Zusammenarbeit? Übrigens: Ich verorte mich selbst im autistischen Spektrum, ich (re)agiere also nicht immer so, wie andere es erwarten. ;-) Aber keine Angst: Ich beiße nicht, denn vor allem bin ich eins: Ein Mensch! - Beiträge per Mail abonnieren -

7 Kommentare

  1. Ein wunderbares Gespräch! Einmal lesen reicht mir nicht … ja, wir sind die Summe unserer Erfahrungen und Entscheidungen – trotzdem, oder gerade deswegen, in der Lage positives Denken zu trainieren + einzusetzen und die Chancen aus unseren Krisen zu erkennen. Ich werde es nochmal lesen … so viele tolle Denkansätze! 🙂 Vielen Dank!

  2. Ich verstehe Kai besser als mir lieb ist. Am 9. November musste ich mich der selben Situation stellen; nur waren es zuvor 4 Jahre. Ohne Vorwarnung – heute verstehe ich all die Zeichen davor – und in 2 Sätzen war´s erledigt…und ja, auch ich viel natürlich in bodenloses Loch.

    Auch mein 1. Schritt war zu einem Freund. Er praktiziert Taoismus und Buddhismus – das war mein Glück im Unglück. Er erzählte mir von der enormen Kraft der Meditation und – als weiterer Wink des Schicksals, jenes das es gut mit mir meint, konnte ich Tage danach tatsächlich an einer retreat-Medidation (bis zu 10 Std tgl. meditieren) teilnehmen.

    Die Begleiterin dort – das nächste gute Element in der Kette – eine pensionierte Ärztin und jetzt spirituelle Begleiterin hat extrem gut mit mir gearbeitet. Auch wenn es mir dabei zeitweise extrem schlecht ging…im Sinne von tiefe Erkenntnisse aus meiner Kindheit, die sehr weht taten.

    Ich meditiere seither täglich mehrmals. Der tiefe Sinn: stell dich dem Schmerz, verdränge nichts, nur so findest du Heilung = innerer Frieden. Dies zuzulassen ist teilweise immer noch heftig…aber tatsächlich, es „bringt dich zurück ins Leben“.

    Danke euch beiden, für diesen Beitrag!
    Hans

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